Wolfsforscher beschreiben voller Zuneigung und Hochachtung das hoch entwickelte Sozialgefüge, die Rudelstruktur und das Überlebensprogramm der Wölfe.
Der Kern der Überlebensstrategie des Wolfes ist in seinem Charakter begründet. Sein besonderes, genetisch vorprogrammiertes Verhalten, ist die Grundlage für sein Sozialgefüge.
Der Hund ist aus dem Wolf entstanden – die Genetik ist am ähnlichsten. Nur auf Grund des Rudels und der hierarchischen Struktur konnte der Wolf sich soweit ausbreiten. Jedes einzelne Individuum ist ausschlaggebend dafür, dass sich ein Rudel überhaupt bilden kann. Ordnungshüter ist die Alpha-Wölfin, die innerhalb des Rudels einen sehr viel stärkeren Einfluss hat als der Alpha-Wolf. Jeder hat seinen Platz und seine spezielle Aufgabe. Das Rudel ist ein lebendes Gebilde, es verändert sich stetig. Auch unterhalb der Alpha-Tiere befinden sich nachgeordnete Tiere in streng hierarchischen Verbindungen. Bis hinab zum Welpen, welche schon spielerisch untereinander aushandeln, wer stärker oder schwächer ist. Dieses immer wieder erneute Testen der vorhandenen Strukturen ist Wolf wie auch Hund in Fleisch und Blut übergegangen. So testet auch schon der Welpe………ist der Mensch der schwächere – fühlt sich der Hund sofort als „Chef“ und übernimmt seinen Platz als Rudelführer, um die „aus seiner Sicht“ richtige Ordnung wieder herzustellen.
Die meisten Hunde sind jedoch mit dieser Aufgabe völlig überfordert. Sie sind nicht zum Führen des Rudels geboren. Durch diese Überforderung entstehen Probleme. Der Hund ist hin und her gerissen zwischen den Regeln, die er einzuhalten hat und dem Führen des Rudels. Im Team „Mensch-Hund“ haben Führung und Verantwortung beim Menschen zu liegen. Alles andere ist unverantwortlich und kann sogar gefährlich werden.
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